FAQ zu diesem Wiki
Was versteht ihr unter einem „Wiki für Fachwissen“ - eine Linksammlung o.ä.? Das fände ich durchaus spannend und nützlich. Man könnte z.B. bzgl. verschiedener Fachthemen Praxis- und Forschungsberichte, wissenschaftliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen, fachbezogene Publikationen (Bücher, Journals etc.) oder andere „Fachplattformen“ verlinken.
- Ja, in diese Richtung soll es gehen – Wissen konservieren, in einen Zusammenhang bringen, kommentieren und erweitern. Das Wiki ist dabei mehr ein Arbeitsmittel als eine Publikationsform. Wenn es anderswo gute Quellen gibt, kann eine Linksammlung vollkommen ausreichend sein. Wir können auch Abstracts und Howtows schreiben, Fragen diskutieren, Meinungen und Fakten in kleinen Artikeln zusammenfassen, Checklisten und ähnliches zusammentragen – je nachdem, wie groß das Interesse und der Bedarf zu einem Thema sind.
Ein wenig kritisch sehe ich aber den „Fokus“ Wirtschaftsinformatik“, der ja sehr breit ist - hier müsste man entweder stark auf bestimmte Themen fokussieren oder erhebliche Arbeit investieren um halbwegs die wichtigsten Bereiche abzudecken.
- Welche Themen abgedeckt werden, hängt ganz von den Teilnehmern ab, die „Wirtschaftsinformatik” bildet nur einen Rahmen dafür der nicht vollständig ausgefüllt sein muss. Es deuten sich aber zwei Schwerpunkte ab (siehe auch Community zu den Namespaces): zum einen das IT-Management und die Modellierung von Prozessen und Systemen, zum anderen die Entwicklung, also Programmierung, Vorgehensweisen, Technologien, Fach- und Verarbeitungsalgorithmen und Administration. Wichtig dabei ist immer ein gewisser Blick auf's Ganze, wie er der Disziplin zu eigen ist.
Die Frage wäre dann auch, ob es solche Plattformen nicht schon gibt bzw. warum/für welche Zwecke diese nützlicher wäre.
- Das Wiki soll ein Arbeitsmittel sein, keine Enzyklopädie. Erfahrungsgemäß funktioniert das in kleinen aktiven Communities besser als in großen und anonymeren Plattformen. In einer kleinen Community besteht mehr Gestaltungsraum für jeden Einzelnen. Die Themen, die Struktur aber auch der Umgang mit einander können wir so definieren, wie es für unsere alltägliche Arbeits- und Lerngewohnheiten am besten passt. Wichtig ist aber auch: bei einem überschaubaren Kreis und eigenem Betreiben besteht eine größere Sicherheit, dass die eigenen zusammengetragenen Inhalte auch in einem halben oder ganzen Jahr noch verfügbar sind (im schlimmsten Fall in den Älteren Versionen, im besten Fall kommentiert und weiterentwickelt durch die Anderen). Jeder bekommt Zugang zu den aktuellen Quelldaten, die Entscheidungen wie das Wiki sich weiterentwickelt bleiben immer in bei der Community. Das schließt die Zusammenarbeit mit verwandten Projekten, z. B. durch Verlinkung, thematische Aufteilungen, Kommentare und Empfehlungen nicht aus.
In dem Zusammenhang sehe ich auch die Idee einer Beschränkung auf einen kleinen Kreis eher kritisch. Das bedeutet, dass die Teilnehmer des „kleinen Kreises“ um einen hohen Nutzen zu haben, entweder besonders engagiert beitragen müssten (d.h. jeder Einzelne sollte sich in mindestens einem Teilbereich auskennen und gleichzeitig am Konsum von Informationen aus möglichst vielen anderen Teilbereichen, für welche es wiederum andere Spezis geben muss, interessiert sein … das stell ich mir erneut schwierig vor).
- Ja, das Interesse an den thematischen Schwerpunkten setzen wir voraus, aber die aktive Teilnahme wird nicht nach Quantität bemessen. „Wiki” muss auch nicht heißen, dass jemand bereits alles über sein Thema weiß und dieses Wissen quasi nur noch publiziert. Vielmehr soll es darum gehen, Informationen zusammenzutragen, Fragen aufzuwerfen und das Wissen mit Hilfe des Wikis zu entwickeln. Im Idealfall passiert dies gemeinsam, aber das wird nie bei allen Themen der Fall sein. Viele aktive Entwickler oder CIOs nutzen bereits persönliche Wikis für ihre eigenen Notizen. Ein gemeinsames Wiki von Teilnehmern mit ähnlichen Interessen erfüllt diesen Zweck genauso gut. Es bietet aber, ohne auf die Zusammenarbeit wirklich angewiesen zu sein, dennoch die Möglichkeit, Wissen in einem umfassenderen Maße auszutauschen, als dies mit Social Bookmarking, Twitter oder XING der Fall ist. Sich dabei auf einen kleinen Kreis zu beschränken erlaubt uns auch, ein solches gemeinsames Wiki überhaupt erstmal auszuprobieren und gewisse Strukturen zu etablieren. Das Wiki dann in größere Kreise einzuführen kann die Community jederzeit entscheiden, oder es wird sich einfach entwickeln.
Wenn eine gute Idee die Leute wirklich zum Mitmachen motivieren soll, dann müssen diese Leute - platt gesagt - mit möglichst wenig Aufwand einen möglichst großen Nutzen erzielen können. Und hier sind mir die konkreten Ziele und die Organisation der Plattform noch nicht wirklich klar.
- Der Nutzen ist enorm für jeden, der neues Wissen in dieser Disziplin aquirieren und festhalten möchte: man kann über das Web von jedem Ort aus neue Erkenntnisse an zentraler Stelle ablegen und jederzeit abrufen. Der Aufwand ist nicht größer als das Aufschreiben auf einem Zettel oder in einer Textdatei, aber im Gegensatz hat man das Wissen immer verfügbar und kann es als Hypertext beliebig tief strukturieren. Dazu kommt der inhaltliche Austausch mit Experten und Interessenten verwandter Themen, der nebenher auch ermöglicht, vielfältige Kontakte innerhalb der Branche zu pflegen, ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt für die eigene berufliche Entwicklung. Über die sichtbaren Inhalte hinaus bietet ein Wiki genau die Möglichkeit, Informationen auch implizit verfügbar zu machen und zu verteilen: durch die soziale Vernetzung der Beteiligten, eine Vernetzung die sich nicht auf das Zusammenklicken von Kontakten beschränkt, sondern Fragen aufwirft und beantwortet, Wissen teilt und auch mal Probleme löst.
Unter welcher Lizenz stehen und wem gehören die Inhalte?
- steht jedem frei inhalte unter eigener lizenz zu veröffentlichen, entscheidung für gemeinsame offene lizenz kann durch community getroffen werden … Wie werden solche Entscheidungen getroffen, wie bindend sind sie? * Vorbereitung oder Ad-hoc-Entscheidung (insbesondere wenn kein Einspruch) direkt vor Ort, z. B. auf Community-Seite, Ankündigung bei größeren Sachen via Mailingliste, Entscheidungen jederzeit dispositiv (Annahme einer Diskussion liegt aber ebenfalls in den Händen der Community); bei Dissens zu strategischen Fragen versuchen brauchbare Kompromisse zu finden ansonsten einfache Mehrheit, bei Veto-Drohungen ggf. zweite Abstimmung; jeder kann Community jederzeit verlassen und seine Inhalte frei in anderen Projekten verwenden (sowieso durch Urheberrecht abgedeckt), was quasi einem „ultimativem Vetorecht“ entspricht. Wie kann ich mich registrieren? * Unter http://wiki.lib24.de/start?do=register gibt es ein Formular zur Registrierung. Wir schalten die entsprechenden Rechte dann frei. Jetzt habe ich mich angemeldet – und nun? * Ein guter Einstieg ins Wiki wäre das Anlegen einer Benutzerseite mit der Auflistung der für dich interessantesten Themen.