Solvency II

Definition

  • europäisches System → europaweiter Rahmen (harmonisiertes Aufsichtssystem)
  • Einbeziehung qualitativer Instrumente (z.B. Wahl der Rückversicherung)
  • Weiterentwicklung des Risikomanagements
  • Anlehnung an internationale Rechnungslegung (IFRS)
  • Geforderte Eigenmittelausstattung soll sich an tatsächlicher Risikolage orientieren

Aufbau

  • 3-Säulen-Struktur
    • Risikomanagement
      • Quantitative Erfassung der Risikolage eines Versicherers; Risikobasierte Kapitalanforderungen
      • Bildung und Beachtung von mehr (5) Risikokategorien (z.B. vt, operativ, KreditR)
      • Berechnung des Solvenzkapitals mit Hilfe eine Standardmodells oder unternehmensinternen Modelle (Siehe Tabelle unten)
    • Finanzaufsicht
      • Anforderungen an das Management von VU: fachkundig und erfahren („fit“), gute Reputation („proper“)
      • Anforderungen an die Aufsichtsbehörde: Offenlegung → VU sollen wissen, was wie überwacht wird
    • Finanzberichterstattung (Offenlegung)
      • Marktdisziplin aufgrund erweiterter Publizitätsanforderungen
      • Informationen gemäß IFRS
      • Zwang zu Qualität und Sicherheit

Solvecy II: 3 Säulen


zu Berechnung des Solvenzkapitals:

Standardmodell Interne Modelle
„durchschnittlisches“ Unternehmen - unternehmensspezifische Optimierung
- Integration in Unternehmenssteuerung
Bestimmte Risikokategorien werden nicht berücksichtigt alle (benötigten) Risikokategorien können berücksichtigt werden
i.d.R. Höheres Zielkapital i.d.R. Niedrigeres Zielkapital (Anreiz)
Fertiges Modell (keine Genehmigung, keine Entwicklungskosten) Akkreditierung durch Aufsichtsbehörde notwendig

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