Inhaltsverzeichnis
SPICE
Definition
- Software Process Improvement and Capability Determination
- Internationaler Standard zur Durchführung von Bewertungen (Assessments) von Unternehmensprozessen mit Schwerpunkt auf der Softwareentwicklung
- Ziel Erfahrungen mit CMM aufgreifen und international akzeptierten Rahmen zur Bewertung und Verbesserung von Softwareprozessen zur Verfügung stellen
- Untergliederung der Softwareprozesse in die Bereiche Organisation, Methode (Engineering-Support, Produkt- und Prozess-Engineering) und Technologie
- 140 Kernfragen für das Management und 115 für Projekte mit Beantwortung auf 4-Punkte-Skala
- Im Mittelpunkt stehen Prozess-Assessments (1), die der Bestimmung der Prozessreife (2) dienen um Prozessverbesserungen (3) vorzunehmen ⇒ Kreislauf 1 → 2 → 3 → 1
- Schwerpunkt auf selbst-Assessment, nicht auf externer Zertifizierung
Prozess-Dimensionen mit Prozesskategorien
- Kategorie Kunden-Lieferanten-Prozesse (Customer-Supplier)
- Entwicklungsprozesse (Engineering)
- Unterstützende Prozesse (Support)
- Managmentprozesse (Managment)
- Organisationsprozesse (Organisation)
Reifegrad Dimensionen
- Bewertung des Reifegrads durch Assessments
- Kennzeichnung der Leistungsfähigkeit mit mehreren Prozessattributen, die 4-fach abgestuft sind
- 0) Unvollständiger Prozess
- 1) Durchgeführter Prozess (Prozesse sind nach Referenzmodell organisiert
- 2) Gesteuerter Prozess (Prozessführung geplant und gesteuert), wie ISO 9001
- 3) Etablierter Prozess (Standardisierte Prozessausführung, einheitlicher Entwicklungsprozess)
- 4) Vorhersagbarer Prozess (Prozess ist quantitativ verstanden und kontrolliert, anhand vordefinierter Metriken wird Prozess- und Produktqualität laufend ermittelt und analysiert)
- 5) Optimierender Prozess (kontinuierliche Prozessverbesserung, präventive Reaktion auf bevorstehende Änderungen)
Vorteile
- Prozess-Assessments zeigen Stärken, Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten
- Orientierung an bestehenden Ansätzen
- Genereller Rahmen zur Bewertung von Software-Prozessen jenseits spezieller Methoden oder Werkzeuge
- Kundenorientierung wird berücksichtigt
- Umfangreiches, durchdachtes Referenz- und Assessment-Modell
Nachteile
- (Noch) wenige Anwendungserfahrungen aus der Praxis
- Prozesse(-Attribute) der Reifegradstufen 4 und 5 sind nicht empirisch gesichert
- Hoher organisatorischer und Kostenaufwand