Service Oriented Architecture

Definition

Akronym: SOA

SOA ist eher ein Paradigma (Denkmuster) als ein exakt definierbarer Begriff. Es gibt keine harten Kriterien, anhand derer exakt beurteilt werden kann, ob eine Architektur oder ein System dem SOA-Architekturstil entspricht. Als wichtige Aspekte werden meistens genannt:

  • Auf Services basierendes Unternehmens- und IT-Architekturkonzept
  • Agil änderbare Geschäftsprozesse durch einfach und flexibel verknüpfbare Services
  • An fachlichen Geschäftsprozessen orientierte IT-Services (Business-IT-Alignment)
  • Autarke, lose koppelbare und austauschbare Services
  • SOA vereint oder unterstützt wichtige Ziele von CBD (Component Based Development), EAI (Enterprise Application Integration) und BPM (Business Process Management).

Elemente einer Servicearchitektur Eine SOA besteht im Groben meistens aus folgenden Teilen (siehe auch SOA-Referenz-Stack):

  • Anwendungs-Frontend (Application Level, Development Tools, BPEL-Engine, BPM)
  • Service Registry (bzw. Repository)
  • Service-Bus (z.B. ESB)
http://www.torsten-horn.de/techdocs/soa.htm

Designprinzipien

  • Schnittstellenorientierung
    • Abstraktion von der Serviceimplementierung
    • Umfassende technische und fachliche Servicespezifikation
    • Stabile, gemanagte Servicekontrakte
  • Interoperabilität
    • Technische Standardisierung
    • Fachliche / semantische Standardisierung
    • Verwendung offener und verbreiteter Industriestandards
  • Autonomie und Modularität
    • Hohe Servicekohäsion und schwache logische Kopplung
    • Lose gekoppelte Kommunikation
  • Bedarfsorientierung
    • An Geschäftskonzepten orientierte Servicegranularität
    • Generalisierung der Serviceleistung (wieder verwendbar)

Betrachtungsweisen

Geschäftssicht

  • Prozesse werden aus einzelnen Services konfiguriert
  • Höhere Flexibilität / Anpassbarkeit von Geschäftsprozessen
  • Bessere Managebarkeit der IT
  • Bsp. Mergers oder B2B Integration, Einführung neuer Produkte, Kombination von Produkten

IS-Sicht

  • Applikationsfunktionalitäten werden isoliert in einzeln nutzbare Services gepackt
  • Auflösung umfassender monolithischer Standardsoftware
  • Registrierung der Services in einem zentralen Verzeichnis
  • Bsp. Stammdatenservice, Bonitätsprüfungsservice
FI 1

Kontext

Weiterführende Beiträge


Navigation

Alphabetischer Index
Akronyme