Service-Level-Agreements

Definition

Akronym: SLA

Vereinbarung und Überwachung von Serviceverträgen.

Voraussetzungen für SLAs

  • Schaffung von Rahmenbedingungen
    • Benennung von Verantwortlichen, Zieldefinition, Risikoidentifikation
  • Planung der SLA-Überwachung
    • Evaluation der Überwachungsinstrumente, Verbesserung der Überwachungsfähigkeiten
  • Erhebung der aktuellen Auffassung über die Servicequalität
    • Befragung der Leistungsempfänger, Ableitung der Dringlichkeit der SLA-Einführung für die einzelnen Services
  • Planung der Absicherungsverträge
    • Vorbereitende Planungsmaßnahmen für die Implementierung und Prüfung der internen und exterenen Absicherungsverträge

Aktivitäten zur SLM Umsetzung

  • Erstellung des Servicekatalogs
  • Bestimmung der SLA-Struktur
  • Entwurf von SLAs
  • Verhandlung und Vereinbarung von SLAs
  • Etablierung von Überwachungsprozessen und Gremien
  • Prüfung der internen und externen Absicherungsverträge
  • Definition von Berichterstattungs- und Prüfungsprozeduren
  • Publikation der SLAs
  • Erwartungsmanagement

Inhalte

  • Servicebeschreibung
  • Serviceerreichbarkeit
  • Serviceverfügbarkeit
  • Servicezuverläsigkeit
  • Supportregelungen
  • Serviceperformance
  • Servicefunktionalität
  • Fehlerbehandlung
  • Glossar
  • Nachträge

Abrechnungsmodelle

Fixbetrag

Abrechnung mit Fixpreis

Fixbetrag
Definition Leistung wird unabhängig vom Volumen pauschal berechnet
Anwendungsbereich Leistungen, für die unabhängig von der Marktentwicklung Ressourcen vorgehalten werden müssen
Beispiel Quirin-Bank „Finanzbegleitung“ (75€ fix/Monat, inklusive aller Beratungs- und Transaktionsgebühren
Vorteile Volumenunabhängige Kalkulationsbasis
Nachteile Sehr exakte Leistungsdefinition zur Vermeidung unvorhergesehener Kosten; Kostenvariabilität nicht erreicht

Sockelbetrag

Abrechnung mit Sockelbetrag

Sockelbetrag
Definition Dient bei Unterschreiten einer festgelegten Mindestmenge als Verrechnungsbasis; bei Überschreiten Bepreisung voll variabel
Anwendungsbereich Leistungen, bei denen der Provider trotz variabler Bepreisung Fixkosten (teilweise) decken will
Beispiel Sunrise-Tarife für mobiles Telefonieren (Mindestumsatz)
Vorteile Risiko eines plötzlichen Volumeneinbruchs wird abgedeckt und gibt Provider Planungssicherheit
Nachteile Hohe Sockelbeträge widersprechen dem Prinzip der Kostenvariabilisierung und erschweren attraktive Preisgestaltung gegenüber dem Endkunden

Fixum pro Transaktion

Abrechnung Fixum pro Transaktion

Fixum pro Transaktion
Definition Jede Volumeneinheit wird zu einem fixen Betrag verrechnet
Anwendungsbereich grundsätzlich universeller Einsatz
Beispiel Börsentransaktion bei Migros-Bank (unabhängig vom Volumen des Auftrags)
Vorteile Leicht verständlich und transparent
Nachteile Nachträgliche Rabatte bei besonders hohen Volumen reduzieren Transparenz; Preis enthält Risikokosten des Providers

stufenweise degressiv

Abrechnung stufenweise degressiv

stufenweise degressiv
Definition Bei Erreichen definierter Volumengrenzen sinken die Kosten je weiterer Transaktion
Anwendungsbereich grundsätzlich universeller Einsatz
Beispiel Zahlungsverkehrsabrechnung im Interbankenbereich
Vorteile Kombination aus transparenten Stückpreisen mit der Begünstigung hoher Volumina
Nachteile Durchschnittliche Stückpreise nicht sofort ersichtlich

Absicherung

Zur Absicherung von SLAs werden zusätzliche Verträge geschlossen

  • Interne Dienstleistungen: Operational Level Agreements (OLA)
  • Externe Dienstleistungen: Underpinning Contracts (UC)

Kontext

Weiterführende Beiträge


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