Inhaltsverzeichnis
SAP - Begriffe im SAP Umfeld
| Begriff | Bedeutung | Abkürzung |
|---|---|---|
| Belegprinzip | Alle Buchungen werden in Belegform gespeichert, Mindestinformationen | |
| Benutzerstammsatz | Zusammenfassung wichtiger Stammdaten eines Benutzers (Adresse, Festwerte, Parameter, Passwort usw.), zur selbstständigen Pflege. | |
| Berechtigungen | Werden in Profilen zusammengefasst und im Stammsatz des Benutzers hinterlegt. Ermächtigung, eine bestimmte Aktion im SAP-System durchzuführen. | |
| Bestellanforderung | Ist die Bedarfsanmeldung durch den Bedarfsträger. Ist die Aufforderung an den Einkauf, Material in einer bestimmten Menge und Qualität zu einem bestimmten Termin zu beschaffen. Ist ein interner Beleg | BANF |
| Bestellung | Aufforderung an einen Lieferanten, bestimmte Waren oder DL zu den angegebenen Bedingungen bereitzustellen. Erfolgt direkt durch den Einkäufer, mit Bezug zur BANF oder Bezug zur Anfrage. | |
| Bewegungsdaten | Vorgangsbezogene Daten, die zeitlich begrenzt angelegt werden, wie z.B. eine Bestellung, und bestimmten Stammdaten, z.B. einem Kunden, zugeordnet sind. Die bei der Ausführung von Transaktionen erstellten Bewegungsdaten werden in Belegform gespeichert. Belege umfassen u.a. Kundenaufträge, Bestellungen, Materialbelege, Buchungsbelege, usw. | |
| Branche Industriezweig | determiniert ähnlich zur Materialart die erscheinenden Bilschirmmasken sowie die jeweiligen Eingabefelder. Die Zuordnung eines Materials zu einer Branche lässt sich nachträglich nicht mehr ändern | |
| Customizing | Verfahren, mit dem die unternehmensneutral ausgelieferte Funktionalität des von der SAP ausgelieferten R/3-Systems an die spezifischen betriebswirtschaftlichen Anforderungen eines Unternehmens angepasst wird | |
| Einkaufsorganisation | Beschafft Materialen für ein oder mehrere Werke und handelt Einkaufskonditionen mit den Lieferanten aus | EKO |
| Erzeugniskalkulation | Verfahren, mit dem die Herstellkosten bzw. Selbstkosten eines Produktes oder eines Kostenträger ermittelt werden. | |
| Fertigungsauftrag | Umfasst alle notwendigen Anforderungen an die Produktion, um Materialien bzw. DL zu einem bestimmten Termin in einer bestimmten Menge herzustellen bzw. zu erbringen. Legt fest, auf welchem Arbeitsplatz bzw. welcher Ressource und mit welchen Einsatzmaterialien das Material zu fertigen ist. | |
| Geschäftsbereich | Kann als organisationsübergreifender Schnitt durch das Unternehmen interpretiert werden und ermöglicht so eine komprimierte Sicht auf einzelne Produkte oder Produktgruppen. | GSB |
| Geschäftsszenario | Betriebswirtschaftlich sinnvolle Zusammenfassung von Geschäftsvorgängen, die einem bestimmten organisatorischem Umfeld zuzuordnen sind und bei ihrer Durchführung ein gleichartiges Teilziel des Unternehmens verfolgen, z.B. Bilanzerstellung, Personaladministration, Einkauf, Service, usw. | |
| Implementation Guide (Einführungsleitaden) | Stellt ein checklistenartiges Verzeichnis von Einstellungsaktivitäten dar. Er bietet die Möglichkeit, die notwendigen Customizing-Transaktionen aufzurufen, und so die Änderungen direkt am System durchzuführen. Innerhalb eines IMG sind die Aktivitäten in einer Baumstruktur nach Themengebieten geordnet. | IMG |
| Kontenprinzip | Alle Stammdaten werden in Form von Konten geführt und sind über die Kontonummer eindeutig identifizierbar | |
| Kontoart | Schlüssel, der angibt, zu welchem Buchhaltungsbereich ein Konto gehört, z.B. Anlagen, Debitoren, Kreditoren, Sachkonten | |
| Lagerort | Ort der physischen Aufbewahrung des Bestandes in einem Werk. In einem Werk können mehrere Lagerorte existieren | |
| Mandant | Übergeordnetes Element aller Organisationseinheiten (z.B. Konzern) Durch das Mandantenkonzept ist es möglich, in einem System mehrere, betriebswirtschaftlich voneinander unabhängige Unternehmen gemeinsam zu führen. Ein Mandant ist die organisatorisch höchste Einheit im System. Jeder Mandant kann betriebsw. - abhängig von der Größe des Unternehmens - als Konzern, Unternhemen oder Betrieb aufgefasst werden. Der Mandant stellt somit eine Einheit dar, die handelsrechtlich, organisatorisch und auch datentechnisch abgeschlossen ist. | |
| Materialstammsatz | alle Materialdaten eines Materials sind in _einem_ Materialstammsatz enthalten. | |
| Mitbuchtechnik | Alle Nebenbuchkonten sind mit dem zugehörigen Hauptbuchkonten verknüpft | |
| Orderbuch | Verwaltet die Einkaufsinfosätze mit Daten zu einem Material, dem entsprechenden Lieferanten, der Nummer der letzten Bestellung, der Planlieferzeit, usw. | |
| Organisationseinheit | Organisatorische Gruppierung von Unternehmensbereichen, die aus gesetzlichen oder sonstigen geschäftsspeziefischen Gründen zusammengefasst werden. Zu den den Organisationseinheiten gehören z.B. Firmen, Verkaufsbüros und Profit Center. | |
| Rollen | Sammlung von Aktivitäten, die in konkreten Arbeitsprozesen benötigt werden Enthalten eine Vielzahl von Transaktionen, die für einen Anwender zur Erfüllung seiner täglichen Aufgaben notwendig sind | |
| SAP | Der Name steht für „Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung“. | |
| Sparte | Organisationseinheit um Produkte, Materialien sowie DL zu gruppieren. Kann mit mehreren VKOs in Beziehung stehen (M:N).Kann auch kundenindividuelle Vereinbarungen, wie Teillieferung und Zahlungbedingen, festlegen. | SPA |
| Stammdaten | Daten, die längerfristig im System für Geschäftsprozesse genutzt werden. Dazu gehören z.B. Kunden, Lieferanten, Materialien | |
| Stückliste | Die Stückliste ist ein vollständiges, formal aufgebautes listenförmiges Verzeichnis für einen Gegenstand mit allen zugehörigen Bestandteilen unter Angabe von Bezeichnung, Menge und Einheit. | |
| Transaktionen | Anwendungsprogramme, die Geschäftsvorgänge im System ausführen, z.B. Kundenauftrag anlegen oder Zahlungseingang buchen. | |
| Transaktionscode | Kurze, meist vierstellige, Zahlen- & Buchstabenkombination, der die Navigation zu betriebswirtschaftlichen Transaktionen vereinfacht. | |
| Verkaufsbüro | Entspricht etwa einer Vertriebsniederlassung, in der Produkte und DL über Inermediäre vertrieben werden. Ist VTB zugeordnet. | VKB |
| Verkaufsorganisation | höchste Organisationseinheit im Vertrieb - verantwortlich für die verkauften Waren und DL. Ist genau einem Buchungskreis zugeordnet | VKO |
| Versandstelle | Ist betriebswirtschaftlich gesehen der Auslieferungsort von Produkten | VST |
| Vertriebsbereich | Wird aus einer Kombination von VKO und VTW und Sparte gebildet. Dieser wird für Auswertungen und Preisfindungen genutzt. | VTB |
| Vertriebsweg | Abbildung von betriebsw. Vertriebswegen, z.B. Großhandel, Einzelhandel, Endkundenverkauf sowie Direktvertrieb. Zuordnung zu Verkaufsorganisationen (VTW:VKW = M:N) | VTW |
| Werk | Ein Werk dient der organisatorischen Gliederung / Strukturierung eines Unternehmens aus logischer Sicht. Das heißt, es grenzt verschiedene Produktions-, Beschaffungs-, Instandhaltungs und/oder Dispositionsstätten gegeneinander ab.Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt ein Werk eine Betriebsstätte oder Niederlassung eines Unternehmens dar. | WRK |
| Workflow | vollständig oder teilweise automatisierter Geschäftsprozess |
Kontext
Weiterführende Beiträge
- Zusammenfassungen aus den Vorlesungsreihen SAP Grundlagen und SAP Fortgeschritten