Requirements Engineering

Definitionen

Akronym: RE

Systematischer Prozess der Entwicklung von Anforderungen an ein Softwaresystem:

  • durch einen iterativen, kooperativen Prozess der Problemanalyse
  • durch Dokumentieren der daraus entstandenen Beobachtungen in einer Vielzahl von Formaten
  • durch überprüfen der Genauigkeit des erlangten Verständnisses

Welt → Maschine
Anforderungsbeschreibung → Systembeschreibung

Pohl

Das Requirements Engineering ist ein kooperativer, iterativer, inkrementeller Prozess, dessen Ziel es ist zu gewährleisten, dass:

  1. alle relevanten Anforderungen bekannt und in dem erforderlichen Detaillierungsgrad verstanden sind,
  2. die involvierten Stakeholder eine ausreichende Übereinstimmung über die bekannten Anforderungen erzielen,
  3. alle Anforderungen konform zu den Dokumentationsvorschriften dokumentiert bzw. konform zu den Spezifikationsvorschriften spezifiziert sind.
Rupp, 2010

Inhaltliche Schwerpunkte

Verstehen und Beschreiben, was die Kunden wünschen oder brauchen

  • Anforderungen
    • erfassen/zusammentragen
    • dokumentieren
    • prüfen
    • verwalten
    • aktualisieren
  • RE legt den Grundstein für die Kosten, den Zeitaufwand und die Qualität des Produktes
  • notwendig:
    • eine vollständige, eindeutige, widerspruchsfreie Spezifikation aller Anforderungen
    • das ständige anpassen, dokumentieren und verfolgen veränderter Anforderungen
    • Kontrolle der Umsetzung aktueller Anforderungen

Ziele

  • Minimierung des Risikos, das Software entwickelt wird, welche dem Kunden nichts nützt oder nicht gefällt
  • Aufgabe des Requirements Engineering ist es aus oft vagen, vielen und teilweise widersprüchlichen Ideen eine möglichst vollständige, korrekte und widerspruchsfreie Systemspezifikation zu gewinnen.
  • wichtig weil: Die bedarfs- und nutzungsgerechte Entwicklung von Software maßgebend über den Markterfolg einer immer größeren Anzahl von Produkten entscheidet
  • schwierig weil: komplexe Software in zunehmendem Maße integraler Bestandteil komplexer Produkte ist.

Warum gute Requirements (Anforderungen)?

  • Basis der Software
  • Verkürzt den Zeitplan, vermindert Aufwendungen
  • Bildet Basis zur Berechnung der Kosten
  • Ohne ist keine Verifikation und Validation möglich
  • Unverzichtbare Informationsquelle
  • sind erste Stufe der Ausprägung der Software

Kontext

Weiterführende Beiträge

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