E-Business
Definition
Nach Thome, 2005
„Kernaufgabe der Wirtschaftsinformatik ist die Integration von Prozessen, Daten, Datenströmen und Anwendungssystemen … Folglich ist Electronic Commerce die logische Ausdehnung der Ziele der Wirtschaftsinformatik vom innerbetrieblichen Fokus auf die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit … Nicht die elektronische Informationsweitergabe steht im Mittelpunkt, sondern die unmittelbare Verknüpfung der verschiedenen Arbeitsaufgaben … Um dies zu verdeutlichen … wäre die Bezeichnung „Integrated Business“ oder „Business Integration“ viel besser.“
Integrierte Ausführung
Medienbruchfreie, rechnerbasierte und damit nach Möglichkeit automatisierte Reaktion auf eingehende Informationen sowie die Ausgabe von auf anderen Rechnern verarbeitbaren Ergebnissen.
Digitalisierbare Bestandteile
Alle Aufgaben der Informationsverarbeitung in Geschäftsprozessen
Ökonomische Prozesse
Alle Anstrengungen, bei denen Wirtschaftssubjekte Güter im Ausgleich für Gegenleistung an Partner abgeben.
Nach Mertens, 1966
Ziel der zwischenbetrieblichen Datenverarbeitung ist die „Abstimmung von Datenverarbeitungsprozessen der beteiligten Betriebe“, damit „nach der Übermittlung der Daten diese möglichst organisch in die Datenverarbeitungsprozesse des Partnerbetriebes einfließen können“.
Systematisierung
Nach Art der…
- unterstützten Prozesse
- Transaktionspartner
- B - Business
- C - Consumer
- A/G - Administration
- Topologie
- von 1:1 bis m:n
-
- Elektronische Hierarchien
- Bilaterale Beziehung mit dominierendem Partner
- Bsp. Frühe Flugreservationssysteme
- Elektronische Netze → Längerfristiger Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Unternehmen
- Elektronische Märkte → Multilaterales System mit mehreren Anbietern und Nachfragern → Konkurrenz
- Verwendeten Medien → Kommunikationsformen
- Mensch-Mensch
- Mensch-Maschine
- Mensch-Maschine-Mensch
- Maschine-Maschine
E-Business Effekte
- Struktureffekte
- Verhältnis zu Vertriebskanälen: Verhältnis aus Reichhaltigkeit und Reichweite → Verschiebung des maximalen Gewinns
- Verhältnis zu den Akteuren
- Verschiebung der Koordinationsform
- „Move-to-the-Market“ → verstärkte Märkte durch geringere Anbindungskosten
- „Move-to-the-Middle“ → verstärktes Outsourcing und intensive Lieferantenanbindung
- Fazit: Entstehung neuer Geschäftsmodelle
- Prozesseffekte
- Allgemeine Effekte
- erhöhte Effizienz
- schwierige Verallgemeinerung
- Spezifische Effekte
- E-Commerce: reduzierte Vertriebskosten, niedrigere Beschaffungskosten
- Fazit: zentraler betriebswirtschaftlicher Nutzen
- Netzwerkeffekte
- Reduced Price Hypothesis
- Vorstellung vollkommener Märkte
- geringe Preise durch starken Wettbewerb
- hohe Allokationseffizienz
- geringe Händlermargen
- Pricers Paradise
- Preise stehen nicht im Vordergrund
- erhöhte Komplexität kompensiert die Suchkostenvorteile
- absolute Preise niedrig, Versandkosten hoch
- Anbieter vermeiden Preiswettbewerb
- hohe Anzahl an Preiskonfigurationen
- E-Shops mit starken Marken
- Kommunikations- & Informationseffekte
- Informationsgewinnung
- Ersetzung papiergebundener Informationen
- Ableitung von Informationen über Produkte
- Informationsgewinnung aus Prozessen
- Informationsbereitstellung
- vorauseilender Informationsfluss
- ubiquitäre Verfügbarkeit
- technologische Innovation bewirkt größere Vorteile, als Prozessinnovation
- Fazit: geringe betriebswirtschaftliche Relevanz

