Inhaltsverzeichnis
Capability Maturity Model
Definition
Akronym: CMM
- Reifegrad einer Firma wird als Hauptindikator für die Qualität der Produkte und Prozesse angesehen
- Modell soll helfen, gezielte Verbesserungen vorzunehmen
- Erwartungen
- bessere Termineinhaltung
- niedrigere Kosten
- steigende Produktivität und Qualität
- geringere Nachbereitungsquote
5 Reifegrade
- Initialer Prozess
- Prozess nur informell vorhanden
- geringe Termin- und Kostentreue
- Hohes Risiko, Chaos
- Wiederholbarer Prozess
- Definierte und strukturierte Anforderungen an den Prozess vorhanden
- Ziel: Einführung einer grundlegenden Projektüberwachung und -steuerung, Planung und Kontrolle
- Voraussetzungen
- Prozesse als Folge von Black-Boxes mit Meilensteinen
- stabile Projektverwaltung
- Prozesse in gewissen grenzen vorhersagbar
- projektübergreifende Erfahrungen können quantifiziert werden
- Hauptprozessbereiche
- Anforderungsmanagement
- Projektplanung, -verfolgung und -überwachung
- Qualitätsmanagement
- Definierter Prozess (Prozessbeschreibung)
- Ziel: Definition und einführung eines organisationsweit gültigen Softwareprozesses; interne Struktur der Phasen ist definiert und Rollenverständnis sichtbar
- Voraussetzungen: Projekte werden als Folge von Prozessen nach einheitlichen Grundsätzen geplant, geführt und überwacht (Stufe 2)
- Hauptprozessbereiche
- Prozessdefinitionen
- Trainingsprogramm
- Koordination des Projektteams
- Integriertes Software-Management
- Software-Produkt-Engineering
- Gesteuerter Prozess (Prozessmessung)
- Ziel: Quantitatives Messen der Qualität er Produkte und der Produktivität der Prozesse durch ein organisationsweits Metrikprogramm als objektive Basis für Entscheidungsfindung
- Voraussetzung: unternehmensweit einheitliches Verständnis über Projekte und Vorgehensmodelle (Stufe 3) und aktive Prozesssteuerung (Stufe 2)
- Hauptprozessbereiche
- Quantitatives Prozess- und Qualitätsmanagement
- zentrale Steuerung, welche die Prozessmaße systematisch sammelt
- Prozess- und Produktentwicklung werden quantitativ analysiert und bewertet
- Ergebnis: Zeit, Kosten und Qualität werden ziemlich genau vorhersagbar
- Optimierender Prozess (Prozessabstimmung)
- Ziel: Einführung eines kontinuierlichen und messbaren Prozesses zur Verbesserung der Softwareentwicklung
- Voraussetzung: Quantitative Monitoring-Informationen (Stufe 4) und Anwendung innovativer Ideen und Technologien
- Hauptprozessbereiche
- Fehlervermeidung
- Produkt- und Prozess-Informationsmanangement
- „sich selbst dynamisch optimierender Prozess“
- Prozessmaße werden systematisch zur Prozess-Steuerung und -überwachung eingesetzt
- Prozess-Änderungsmanagement
- Technologie-Änderungsmanagement
Bestimmung des Refiegrades
- Durch Fragebogen auf jeder Stufe
- Hauptprozessbereiche dienen zur Bewertung des Reifegrades einer Organisation
- Schlüsselpraktiken geben an, was zu tun ist, um Hauptkriterium zu erfüllen
- Bewertung erfolgt durch Assessments (Befragung Management, Entwicklung, Qualitätssicherung, Soll-Ist-Bewertung, Interviews) mit einem Stärken-Schwächen-Profil, das nach Themengebieten geordnet ist
Vorteile
- Identifikation kritischer Schwächen
- Empirisch nachgewiesener Nutzen des Einsatzes von CMM
- Vergleich mit anderen Organisationen möglich
Nachteile
- Stark amerikanisch geprägte Norm
- Kein garantierter Zusammenhang zwischen Reifegrad und erfolgreicher Softwareproduktion
- für Stufe 4 und 5 nur wenige Erkenntnisse
- Oft hindern nur wenige Fragen am Erreichen des nächsten Level
- Wichtige Kerngebiete wie Risikomanagement fehlen