Computer Integrated Manufacturing

Definition

Akronym: CIM

CIM hat zum Ziel die bereichsübergreifende Integration von Anwendungssystemen.

Computer Integrated Manufacturing (CIM) bezeichnet eine sehr enge Abstimmung von betriebswirtschaftlicher und technischer IV im Fertigungssektor, hat aber auch Bezüge zu Produkt- und Prozess-Entwicklung, Vertrieb, Versand und Rechnungswesen.

Mertens, 2009

CIM integriert CAD, CAP, CAM, CAQ und PPS und damit alle

  • fertigungstechnischen Arbeitsabläufe
  • betriebswirtschaftlich-organisatorischen Dispositions- und Steuerungsaufgaben

Prinzipien

  • Zentrale Datenbank für alle CIM-Anwendungen
  • Anwendungsunabhängige Datenorganisation
  • Denken in Vorgangsketten
  • Kleine Regelkreise

Ziele

  1. Technisch
    • Rationelle Fertigung
    • Hohe Produkt- und Prozessqualität
  2. Organisatorisch
    • Kurze Durchlaufzeiten der Aufträge
    • Termintreue gegenüber den Kunden
  3. Betriebswirtschaftlich
    • Wirtschaftliche Fertigung
    • Minimale Kapitalbindung
    • Hohe Flexibilität am Markt durch große Variantenvielfalt
    • Ständige Lieferbereitschaft

Hauptkritikpunkte

  • Hohe Kosten
  • Lange Einführungsdauern
  • Technische Probleme
  • These: umfassende Automatisierung durch CIM widerspricht
    • Lean Production
    • Dezentralen Steuerungsansätzen

Modelle

Y-Modell von Scheer

Das Y-Modell von Scheer ist das bekannteste CIM-Modell

X-Modell von Mertens

Das X-Modell von Mertens

Im Kreuzungspunkt CAM sind die beiden Ketten so miteinander verschränkt, dass eine Trennung in den betriebswirtschaftlichen und technischen Teil kaum noch erkennbar ist.

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