Topic Map

Definition

  • Ursprünglich aus dem Bereich der Linguistik zur Abbildung der natürlichen Sprache
  • Verwendung im Bereich der künstlichen Intelligenz zur Analyse der menschlichen Sprache
  • Wurde 1999 als ISO-Standard ISO/IEC 13250 nominiert, später in XML als XTM formuliert

Bestandteile

Bestandteile einer Topic Map

Topics

  • Abhängig vom Kontext des modellierten Wissens, z.B. Person, Ort, Gegenstand
  • Topic kann einen, keinen oder mehrere Typen haben → Hierarchiebildung
  • Verschiedene Namen möglich (auch nicht textuell)
  • Eindeutige Identität innerhalb einer Topic Map, durch Veröffentlichung des Identifiers auch weltweite Eindeutigkeit gewährleistet

Unverbundene Topics

Associations

  • Beschreiben Beziehungen zwischen Topics
  • Anzahl der teilnehmenden Topics beliebig (verschiedene Kardinalitäten)
  • Topics wird eine Assoziationsrolle zugewiesen
  • Assoziation kann durch ein Topic typisiert werden
  • Art der Relation nicht festgelegt (Relationenalgebra, z.B. Symmetrie, Transitivität, Reflexivität)

Associations stellen die Verbindung zwischen Topics her

Occurrences

  • Verbindung eines Topic mit einem externen Dokument oder einer binären Ressource
  • Referenzierte Ressource muss nicht online verfügbar sein
  • Kann durch einen Typ spezifiziert werden, dadurch semantische Beschreibung möglich

Scopes

  • Festlegung von Gültigkeitsbereichen
  • Definition des Kontext eines Topics
  • Vermeidung von Homonymen
  • Erreichung von Mehrsprachigkeit

Facets

  • Eigenschaft-Wert Paare
  • Facets können Topics, Assoziationen oder anderen Facets zugeordnet werden
  • unterstützen keine Datentypen → Werte immer Zeichenketten

Anwendungsgebiete

  • Qualifizierung von Inhalt und / oder Daten von Informationsobjekten als Topics, um Navigationswerkzeuge wie Indizes, Kreuzverweise, Literatur-/ Zitatverzeichnisse und Glossare zu ermöglichen
  • Vernetzung von Topics, um die Navigation zwischen ihnen zu ermöglichen, dies ermöglicht das virtuelle Zusammenstellen von Dokumenten und Thesauri für Wissensbasen oder andere Verzeichnisse (z.B. Gesetzestexte)
  • Filtern von Informationsmengen für verschiedene Nutzersichten oder Zwecke, z.B. Mehrsprachigkeit, Rechteverwaltung, Interessen, Wissensstand
  • Strukturierung von unstrukturierten Informationsobjekten, ohne den originalen Aufbau ändern zu müssen („external markup mechanism“)

Kontext

Weiterführende Beiträge


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Akronyme