Tiefenschärfe mit GIMP simulieren
Häufig möchte man beim Fotografieren den Effekt erzielen, dass ein ausgewähltes Objekt besonders scharf, der Rest jedoch verschwommen ist. Ebenfalls denkbar ist, dass man seinem Bild etwas Tiefe geben will, indem Objekte im Hintergrund unschärfer werden (z.B. Straße, die nach hinten ausläuft). Hat man dies nicht schon beim Fotografieren berücksichtigt, kann man diesen Effekt künstlich in ein Bild einfügen. Hier eine Erklärung für “The GIMP“.
Einzelne Objekte hervorheben
Anwendungsgebiet:
Ein (oder mehr) einzelnes Objekt soll gegenüber dem restlichen Foto abgehoben werden. Ein Beispiel dafür sind einzelne Blüten einer Blume, die gezielt hervorgehoben werden soll.
Vorgehen:
- Hintergrund-Ebene duplizieren und die Kopie umbenennen
Filter→Weichzeichnen→Gaußscher Weichzeichner- Radius vergrößern → hier gilt, je größer desto stärker der Effekt. Häufig Werte zwischen 20 und 50 geeignet
- Ebenenmaske hinzufügen →
Weiß, volle Deckkraft - „Scharfen“ Bereich übermalen →
Pinsel→ Stärke undSkalierungbestimmen (Durchmesser des Pinsels)- schwarz = scharf (entfernt quasi die Maske Ebene, der Originalhintergrund scheint durch)
- weiß = unscharf
- Farbumschaltung mit X immer möglich → sofortige Korrektur, wenn „vermalt“
- Sollten andere Farben als S&W gewählt sein, kann mit D der Standard wieder hergestellt werden
- Vergrößerung > 100% sehr hilfreich
- je genauer die Umrandung nachgezogen wird, desto besser am Ende das Ergebnis → ggf. kleineren Pinsel verwenden
- Bild speichern
- als xcf (GIMP-eigenes Format) → Ebenen bleiben für spätere Bearbeitung erhalten, aber GIMP zum betrachten notwendig
- als JPG/PNG → Weitere Bearbeitung wieder sehr aufwändig, aber Bild kann überall betrachtet werden
Tiefe mit Verlauf
Die Vorgehensweise ist analog zu der oben beschriebenen. Statt jedoch eine einfache Fläche zu verwenden, kann man einen Schwarz-Weiß-Farbverlauf verwenden. Damit verblasst das Bild mit zunehmender Tiefe immer stärker.

